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Gast

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Sunday, September 19th 2004, 12:13pm

Trauer und Hilflosigkeit

Hallo, ihr da draussen in der weiten Welt. Ich weiss, das ganze passt jetzt nicht wirklich hier rein, aber ich weiss nicht was ich tun soll und kriege noch einen Nervenzusammenbruch, wenn ich nichts mache. Meine Mutter hat mich gerade angerufen und mir gesagt, dass mein Vater tot ist, es stand ein Baum im Weg... Irgendwie ist das ganze aber noch total unreal, einfach am anderen Ende der Welt, aber trotzdem fuehle ich mich, als wuerde ich in ein tiefes schwarzes Loch fallen Ich will nicht, dass er nicht mehr da ist, wenn ich wieder komme. Geht es einem von euch so aehnlich? Oder habt ihr Vorschlaege, was ich nun machen soll? Ich weiss ueberhaupt nichts mehr!!!

Temmy

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2

Sunday, September 19th 2004, 3:38pm

Re: Trauer und Hilflosigkeit

Also erstmal aufrichtiges Beileid. Ich denke du musst selber entscheiden ob du lieber erstmal abstand brauchst (den du im ausland haettest ) oder ob du lieber bei deiner mutter und familie sein moechtest in dieser schweren zeit. ich habe ein aehnliches problem, denn kurz bevor ich ging erkrankte meine grossmutter an krebs. ich habe mich dafuer entschieden dieses jahr zu machen. aber ich glaube ich breauchte denn halt meiner familie in so einem moment . hast du schon mit deiner mutter darueber gesprochen? vielleicht moechte sie ja auch dass du zurueckkommst...
Tschaka du schaffst es!!

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Kate

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3

Sunday, September 19th 2004, 4:42pm

Re: Trauer und Hilflosigkeit

Von mir auch aufrichtiges Beileid. Tut mir unendlich Leid für dich, dass so etwas passieren musste. Und dann ausgerechnet während dem ATJ. Ich hab auch immer total Angst das bei meiner Familie irgendwas schlimmes passiert während ich weg bin. Temmy hat Recht. Du musst dir jetzt wirklich überlegen, ob du Abstand brauchst und im Ausland bleibst. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass du das ganze dann verdrängst und es umso schwerer über dir hereinbricht wenn du in ein paar Monaten (ich weiß nicht wie lange du noch wegbist) nach hause kommst. Ich kann dir auch nur raten jetzt viel mit deiner Mutter zu reden. Telefoniert miteinander und überlegt gemeinsam was ihr jetzt tun wollt. Ich bin mir sicher sie braucht dich jetzt bestimmt genauso wie du sie!
Kate
"Viele die Leben verdienen den Tod, und manche die sterben verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?"
(aus Der Herr der Ringe)

Temmy

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4

Sunday, September 19th 2004, 8:40pm

Re: Trauer und Hilflosigkeit

vor allem brauchst du jemanden mit dem du ueber all das sprechen kannst und das ist auf dauer auf die entfernung nicht machbar...also wenn du jemanden bei dir hast wo du dich aussprechen kannst...
Tschaka du schaffst es!!

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5

Sunday, September 19th 2004, 10:43pm

Re: Trauer und Hilflosigkeit

Was vielleicht gut ist, wenn du im ausland bleibst, denn dann hast du wenn du zurueckkommst das ganze schon ein bisschen mehr verarbeitet. Denn wenn du jetzt nach hause gehst, dann kommt dir alles leer vor, da wo dein vater sass ist ein platz frei oder so. wenn du jetzt da bleibst legt sich das vielleicht!!!
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6

Monday, September 20th 2004, 4:11am

Re: Trauer und Hilflosigkeit

Oh mann, herzliches Beileid! Ich werde dir keine ratschlaege geben, das kann man in so einem Fall eh fast nicht. Ich wuensche dir einfach alles Gute und dass du die richtige Entscheidung triffst und dass es irgendwann nicht mehr so weh tut...
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Elyon

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7

Monday, September 20th 2004, 6:09am

Re: Trauer und Hilflosigkeit

Oh Gott, mein Beileid. Ich weiss nicht was ich an deiner Stelle tun wuerde. Die anderen haben schon recht. Wenn du nach ein paar Monaten zurueck kommst, dann hat sich vielleicht alles beruhigt. Andererseits braucht deine Mutter dich jetzt vielelilcht merh denje. Ich wuerde auf jeden Fall mit ihr reden. Ich weiss nicht, ob du Geschwister hats, aber meine Schwester braeuchte mich in so einer Situation.
Mensch, wenn ich nur daran denke, dass meiner Familie etwas passiert waehrend ich weg bin, das zerreist mir das Herz, ich weiss, dass das was du fuehlst niemand nachempfinden aknn, aber wenn du mit jemandem telephonieren moechtest oder so, schreib mir einfach eine eMail (cheerleader_sue@yahoo.de) und dann kann ich dir meine Nummer hie rin den USa geben.


Gretha

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8

Monday, September 20th 2004, 12:06pm

Re: Trauer und Hilflosigkeit

Oh man, das tut mir echt super doll leid, aber ich finde es nicht so toll, dir jetzt auch noch mein Beileid auszusprechen, denn das ganze Beileid haut einen manchmal ganz schoen runter.
Ich wuensche dir aber trotzdem, dass du diese schwere Zeit ueberstehst und stark bist und nicht ganz alleine in deinem Austauschland da stehst, denn reden ist vielleicht das einzige gute Mittel, wenn man so weit weg ist.
...danke Zartbitter, endlich hat das alles einen Sinn!!! War schon ganz verzweifelt...

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tina

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9

Tuesday, September 21st 2004, 7:44pm

Re: Trauer und Hilflosigkeit

auch mein beileid.ich weis das ist kein vergleich aber meine grossmutter ist auch gestorben als ic in usa war und irgendwie ist es schon komisch sie nie mehr besuchen zu fahren, aber natürlich nichtso schlimm wie mit deinem vater. ich weis nicht was ich dir raten soll.ich hätte in so einem fall warscheinlich mein ats jahr abgebrochen aber das kommt natürlich auf dich an. auf jeden fal wünsche ich dir das du das gut überstehst.
bye tina

Temmy

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10

Saturday, September 25th 2004, 7:20pm

Re: Trauer und Hilflosigkeit

wie hast du dich denn jetzt entschieden?
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Gast

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11

Thursday, October 14th 2004, 12:52pm

Re: Trauer und Hilflosigkeit

Hallo, ich wollte mich jetzt endich mal fuer die lieben Eintraege bedanken und besonders bei Elyon und Gretha, ohne die ich die bis jetzt schwerste Zeit meines Lebens glaube ich nicht ueberstanden haette. Mein Vater ist jetzt beerdigt und ich bin immer noch nicht zu Hause und das schlimmste dabei ist, dass ich Angst habe irgendwann nach Hause zu kommen und einfach wirklich zu realisieren, dass er nicht mehr da ist! Bis jetzt habe ich es immer nur gehoert und gelesen und weiss zwar eigentlich, dass es so ist, aber ich habe immer noch den Gedanken im Kopf, dass ich vielleicht nach Hause komme, und alles so ist wie immer. Und dann sind die Momente, in denen es einfach unverfaelschlich wahr ist, so hart, dass ich einfach nicht mehr kann. Es ist bald einen Monat her, was euch vielleicht ewig lang vorkommt, aber irgendwie ist es wie gestern, jedesmal wenn ich ans Telefon gerufen werde, faengt mein Herz an zu schlagen und oft liege ich abends wach und kann nur daran denken. Da haben mir die lieben Worte von Elyon und Gretha wirklich geholfen und mich auf den Boden zurueck geholt, weil ich sonst wahrscheinlich nichts anderes mehr wahrgenommen haette, DANKE!!! Allerdings kann ich euch nur raten, fliegt nach Hause wenn bei euch so etwas passiert, es war und ist, dass aller schrecklichste, was ich je erlebt habe, weil man irgendwie trotzdem alleine und hilflos ist, auch wenn man Mails schreibt und telefoniert, man kann einfach nichts tun, nicht mal die Mutter umarmen und ist mit seiner Traurigkeit alleine, was so schrecklich ist, dass ich oft einfach nicht mehr konnte. Wobei das bei einer anderen Organisation vielleicht einfacher geworden waere, eine Organisation, die sich nicht komplett querstellt. Dieses werde ich ihnen auch nie verzeihen und kann es auch nicht, weil es so schrecklich war, einfach gesagt zu kriegen, nee, du kannst nicht nach Hause, wenn es das einzige ist, was du willst.
Vielen Dank noch einmal, Catharina

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