Also ich habe seid über einem Jahr jeden Tag (!!!) an mein Atj gedacht und mich voll gefreut und mir die verrücktesten Situationen vorgestellt.
Dann vor ein paar Wochen war ich mit ner Freundin in einem Irischen Lokal in unserer Stadt und dann kam halt die Kellnerin zu uns und wir wollten bestellen und dann hat sie zu uns gesagt: "Do you speak english?" Und dann wollte schon meine freundin antworten, aber dann hat sie mich angeschaut und gesagt: "Du gehst nächstes Jahr weg, also los:" Und ich hab kein Wort rausgekriegt.
Seitdem hab ich erstmal voll Angst gekriegt wegen der Sprache, weil ich sie vielleicht doch nicht so gut kenn wie ich dachte, dann kam noch Kommuikation mit den Leuten dazu, weil ich ja eigentlich ein bischen schüchtern bin, Angst wegen Heimweh, weil ich eigentlich viel emotionaler bin, als ich mir eingestehe, Angst wegen schulischen Belangen, kein Integrationswille meinerseits, dass es mir dort überhaupt nicht gefällt und was weiß der KUckuck noch alles was...
Das hat ein paar Wochen gedauert, bis gestern. Heute bin ich wieder auf diesem Forum, lese alle möglichen Sachen über Schüleraustausch und langsam kann ich alle verdrängten Sachen mit der Vorfreude vereinen.
Es ist nicht mehr wie vorher und es kann sich bis zu meinem Abflug noch viel entwickeln, aber ich finde, solche Phasen sind wichtig und gehören dazu.
Und mir wird auch wieder bewusst, dass ich mir vorgenommen habe, mehr als nur mein Bestes zu geben
Ich kann zwar nicht ganz nachvollziehen, wie man das auf einen zukommende Atj fast vollkommen vergessen kann, weil ich nicht in dieser Situation bin, aber Vorfreude kann man sich doch selber wieder schaffen, indem man sich einfach wieder mal, auch wenn es zum x-ten Mal is, sich mit den Unterlagen, Bildern und Materialien zum Atj beschäftigt. Jedenfalls ist es bei mir so