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Monday, October 9th 2006, 4:05pm

Kritik an Bewerbungsverfahren

Beim Vergleich einiger Bewerbungsverfahren fallen doch erhebliche Unterschiede auf. Ich werde hier keinen Namen nennen, denn es geht mir nicht darum, eine Organisation gezielt anzuprangern, sondern ich möchte meine ganz persönliche Meinung dazu abgeben.

Für mich kam immer, wenn überhaupt, eine Organisation infrage, die mich (für mein Kind) als zahlenden Kunden und gleichberechtigten Vertragspartner Ernst nimmt, eine durchsichtige Finanzierung präsentiert und zusammen mit meinem Kind einen möglichst optimalen Auslandsaufenthalt vorbereiten hilft. Ich erwarte genaue Kenntnis des Landes, der Schulen, des Fächerangebotes und guten Kontakt zu den Vermittlern der Gastfamilien, vor allem bei eventuellen Schwierigkeiten. Als Gegenleistung biete ich die Bezahlung und ein Kind, das einigermaßen gut erzogen ist, in der Schule keine Probleme hat und mit seinen Mitmenschen hier zu Hause eigentlich bestens klarkommt.

Dass Letzteres Teil des Geschäftes ist, ist schon klar und auch, dass sich die Organisationen ihre Kandidaten ein bisschen genauer ansehen wollen um kein Fiasko zu erleiden. Deshalb ist es für mich durchaus verständlich, dass Schulnoten abgefragt werden, Englischkenntnisse (in Maßen!) überprüft und dem zukünftigen Austauschschüler hinsichtlich seiner Motivation etwas auf den Zahn gefühlt wird.

Allerdings hört mein Verständnis genau an dem Punkt auf, wenn ein solches Gespräch nur die Interessen des Veranstalters berücksichtigt, d.h. dem Schüler vermittelt wird, dass hierbei nur über seine Programmmeignung entschieden wird, die er durch ein Potpourrie von Eigenschaften zu beweisen hat.

Dazu gehört auch, dass vom Klassenlehrer ein persönliches Gutachten über sein Sozialverhalten verlangt wird, das in einem verschlossenen Umschlag vor dem Gespräch dem Veranstalter zugeschickt werden muss. Hier ist für mich die persönliche Schmerzgrenze erreicht.

Der Veranstalter möchte hinter dem Rücken des Schülers wissen, ob er sich ein möglichst pflegeleichtes, sozialverträgliches und unkompliziertes Exemplar an Land gezogen hat. Aus unternehmerischer Sicht verständlich! Jede private Krankenversicherung handelt so, indem sie das gesetzlich garantierte Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient durchbricht und Auskunft verlangt. Aber im Ernst, müssen wir das in diesem Fall hier hinnehmen, wo wir die Dienstleistung eines Veranstalters teuer bezahlen?

Außerdem erfolgt die Befragung des Klassenlehrers im Vorfeld des Vertragsabschlusses. Was ist, wenn das Gespräch aus Sicht des Schülers problemlos verläuft, er aber aufgrund des Schulgutachtens abgelehnt wird. Dann ist ohne Not ein Vertrauensbruch zwischen Schule und Schüler entstanden, obwohl man die Organisation vielleicht gar nicht genommen hätte.

Was ich sagen will, ist Folgendes: Mit solchen Bewerbungsauflagen minimiert die Organisation für sich selbst die Risiken, mit einem vielleicht nicht ganz so pflegeleichten Austauschschüler zusätzlichen Arbeitsaufwand zu bekommen und überträgt dieses Risiko ganz auf diesen, der damit fertig werden muss, aufgrund seines Charakters abgelehnt zu werden und sich kaum dagegen wehren kann.

Allerdings glaube ich, dass dieses Verfahren noch ein wenig perfider ist. Durch diesen Erfolgsdruck auf den ATS, der darum bangt, ob er gnädigerweise angenommen wird und der eine persönliche Niederlage fürchtet, wird bewusst ein angepasstes Verhalten erzeugt, das angeblich den Erfolg des Austauschjahres garantieren soll, aber in Wirklichkeit langfristig dem Ruf der Organisation nützt.

Ich habe diesen erfolgsgetrimmten ATS-Typ auf diversen Orga-Veranstaltungen erlebt. Er klingt nach eingebautem Sprachcomputer: möchte neue Kulturen kennenlernen, hält sich für aufgeschlossen, kann gut mit ungewohnten Situationen umgehen, geht gern auf andere zu, hat viele Freunde, hat Papa, Mama, Oma und den Hund lieb, ist sich voll bewusst Deutschland zu vertreten und bla, bla, bla.

Ich bin der Meinung, dass grundsätzlich jedes Kind einen Austausch gut bewältigen kann, denn eine Bewältigung wird es irgendwo immer sein. Hinderlich sind übermäßiges Heimweh (halte ich für genauso chemisch gesteuert wie Seekrankheit), das aber überwunden werden kann und eine zu große Erwartungshaltung, die dann in grenzenlose Enttäuschung unmschlägt. Die wirklichen Widrigkeiten liegen meiner Meinung nach in äußeren Umständen wie einer nicht funktionierenden Chemie zwischen dem Gast und seinen Gasteltern. Und hier ist die Organisation wieder gefragt!!

Dagegen sind meiner Meinung nach - in gewissen Grenzen natürlich - Unangepasstheit, Egoismus, Fähigkeit zur Wut eigentlich positive Kräfte, die einen Austausch eher zum Erfolg führen als zu große Angepasstheit verbunden mit Selbstzweifeln und dem Wunsch, immer alles richtig zu machen.

LG, Gabi

mareike

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Monday, October 9th 2006, 4:43pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

ehrlich gesagt, finde ich einige sachen etwas überspitzt aufgenommen. z.b. das mit dem brief:

Quoted

Dazu gehört auch, dass vom Klassenlehrer ein persönliches Gutachten über sein Sozialverhalten verlangt wird, das in einem verschlossenen Umschlag vor dem Gespräch dem Veranstalter zugeschickt werden muss. Hier ist für mich die persönliche Schmerzgrenze erreicht.
in meiner organisation wurde das auch so gehandhabt. haben sie damit ein problem oder ihr kind? ich hatte keins damit. wenn mein klassenlehrer von mir denkt, dass ich mich schlecht in den klassenverband eingliedern kann etc. dann möchte ich das eigenlich nicht lesen, sondern bin froh, dass das gleich an die oranisation geschickt wird. ich denke, dass hat nichts mit einem "pflegeleichten und unkompiziertem examplar" zu tun. und das die organisationen auf veranstaltungen mitteilen, wie ein austauschschüler am besten sein sollte, um so ein jahr zu "bewältigen" (wie sie das ausdrücken) na das ist doch selbstverständlich. wenn z.b. nur die eltern für ein atj sind, das kind aber nicht, wird die organisation sicherlich die fehlende motivation und das "drängeln" der eltern bemerken... wer nämlich nicht an fremden kulturen interessiert ist oder nicht aufgeschlossen usw usw ist, der wird sich doch freiwillig nicht für ein atj anmelden. man muss also nicht der prototyp ats sein, um angenommen zu werden (von wegen also bewusst angepasstes verhalten, das wäre einfach sinnlos. wer gibt sich denn als angeblich offen, um später im atj nur verklemmt in einer ecke zu sitzen?).
und da alle kinder ein atj schaffen, wirklich schaffen, davon bin ich überhaupt nicht überzeugt. es hört sich so an, als würden sie denken, auch ein abbruch ist ein "bewältigen", nur mit einer etwas schlechteren erfahrung am ende. für mich persönlich hat ein abbruch nichts mit bewältigung, sondern in gewisser weise mit niederlage zu tun (ich möchte damit jetzt aber keinen auf den schlips treten!!)...

naja, was ich eigentlich schreiben wollte, ist, dass man nicht -schublade auf, schublade zu- alle bewerbungsverfahren gleichsetzen sollte. es gibt erhebliche unterscheide. und das sie sich alle mehr oder weniger ähneln liegt ja wohl auf der hand...
soviel dazu...
ich hoffe, sie konnten sich gemeinsam mit ihrem kind trotzdem für eine organisation entscheiden!!
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3

Monday, October 9th 2006, 5:07pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Meiner Meinung nach ist bei der Metode mit dem Schulgutachten immer noch darauf hinzuweisen dass es auch antisympathie geben kann. So ist es bei mir. Ich komme (wie 99,9% meiner Klasse) nicht mit ihr klar uns sie lässt uns auch spüren dass wir ihr egal sind, ihr sit es egal ob wir etwas lernen und ist dermaßen demotiviert uns zu unterrichten dass man sich echte Gedanken machen muss. Ich finde es dann schon mies wenn eine solche Lehrkraft dann über die Erfüllung eines Traumes mitentscheiden kann und man eventuell abegelehnt wird, weil diese Person kein Interesse daran hatte sich näher über den Schuüler oder die Schülerin zu informieren und so eine völlig falsche Einschätzung trifft.
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Monday, October 9th 2006, 5:10pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

es ist doch aber auch oft so, dass man nicht unbedingt den klasenleherer fragen muss. es gibt ja auch noch den stellvertretenden klassenleiter, vertrauensleher, lehrer mit denen man schon seit der 5. klasse unterricht hat usw usw. ich würde das bewerbungsverfahren nun wirklich nicht von den sympathien zwischen lehrer und schüler festmachen...
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Monday, October 9th 2006, 5:16pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Das mache ich ja auch nicht immerhin liegt es ja an der Orga ob die es nun daran festmachen. Wollten die das, dann würden die ja keine persönlichen Gespräche machen, oder?
Naja es wurde halt eben darum gebeten es vom Klassenlehrer machen zu lassen( so weit ich mich erinnere).
Da ich keine Ahnung habe was sie nun wirklich geschreiben hat kann ich nicht wirklich sagen ob sie negativ oder positiv geschrieben hat.
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Monday, October 9th 2006, 5:26pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Quoted

Da ich keine Ahnung habe was sie nun wirklich geschreiben hat kann ich nicht wirklich sagen ob sie negativ oder positiv geschrieben hat.
genau das meine ich! du weißt es nicht... und mal ganz ehrlich, die orga macht es sicher nicht nur von diesem kleinen fitzelzettel abhängig, ob du angenommen wirst oder nicht. sie sind sich da schon sicher, das das eine sehr subjektive entscheidung des lehrers ist... und so weit ich weiß, findet ja doch noch bei jeder orga ein gespräch statt... also...
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Monday, October 9th 2006, 5:54pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Super, wenn hier eine Diskussion zustande kommt. Deshalb auch die etwas "scharfe" Formulierung!

@Mareike, wir können uns ruhig wie alle hier im Forum duzen Alle Bewerbungsverfahren hier gleichzusetzen war ja gerade nicht meine Absicht, denn sie unterscheiden sich in der Tat beträchtlich und ich werde mich natürlich nur für eine Organisation entscheiden, die meinen Vorstellungen von einem Vertragspartner am nächsten kommt. Und eine Organisation, die sich in der beschriebenen Form verhält, kommt eben nicht infrage. Ich möchte mit dem Posting auch eigentlich die Schüler anregen, etwas selbstbewusster, fordernder und kritischer an die Sache heranzugehen und nicht alles hinzunehmen, was die Orgas ihnen abverlangen.

Wenn Du schreibst, Du möchtest nicht wissen, wenn Dein Klassenlehrer eine negative Beurteilung über Dich abgibt, solltest du Dich vielleicht ein bisschen mit dem Thema Datenschutz beschäftigen. Das darf Dir nämlich nicht gleichgültig sein!

Zum Thema Abbruch: Natürlich ist ein Abbruch weder eine Bewältigung noch ein Erfolg. Im besten Fall richtet er so wenig seelischen Schaden an wie möglich. Dummerweise ist aber selbst bei dem motiviertesten Schüler oft nicht vorauszusehen, ob er letztendlich am eigenen Heimweh scheitert. Das merkt man oft erst, wenn man weg ist. Und es ist weder einer Schuld- noch eine Versagensfrage.

Zum Thema angepasstes Verhalten bei der Bewerbung: Was meinst du, wie viele potentielle Austauschschüler sich ganz genau danach erkundigen, was sie tun müssen, um von einer Organisation angenommen zu werden. Inwieweit man sich gekonnt verstellen kann oder sollte, steht hier nicht zur Diskussion, aber dass jemand, der unbedingt ins Ausland will, alles tut, um das zu erreichen, ist doch logisch.

LG, Gabi

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Monday, October 9th 2006, 6:50pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

ich glaube bei den leuten aus meiner klasse wurden sogar mehrere lehrer gebeten boegen auszufuellen.

ich kann mich jedoch sehr genau an J. erinnern, die nach schweden wollte und die auch erst eine absage bekommen hat, ohne begruendung und ihr auswahlgespraech lief sehr sehr gut. das wurde mri von mehreren anderen auch gesagt. sie hat es auf engl komplett fuehren muessen und sie hat besser engl gesprochen als ihr interviewer (sie ist extrem gut in englisch) und das wo sie halt nur nach schweden wollte, aber da musste sie ja zwangsweise am anfang engl reden...

dazu ist sie sehr sozial angergiert und seit 5 jahren unser klassensprecher, mehrere aktionen bei uns an der schule ins leben gerufen und und und...
es gab theoretisch wirklich keine gruende sie abzulehnen...
und da dachte sie halt auch, das es an der bewertung einer sehr unsympatischen lehrerin war (war nicht der fall, weil die lehrerin hat ihr die kopie dann halt spaeter noch gegeben, weil jenny sie drauf angesprochen hat, was sie geschrieben hat. die lehrerin ist zwar unsympatisch, aber sie ist sehr fuer auslandsjahre und schreibt daher nette kommentare)

ich denke auch, dass das geheimniss was der lehrer geschrieben aht nicht noetig ist...warum soll der schueler das denn bitte nicht wissen. dazu finde ich eine einschaetzung vom lehrer insgesamt zu seiner person eigentlich nicht schlecht. ist doch mal gut zu wissen, was sie von einem denkt...aber nicht wenn man dann nicht erfaehrt was er denkt. finde das ist schon wie laestern so hinter dem ruecken herausfinden zu wollen wie der bewerber ist...



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Monday, October 9th 2006, 7:08pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Also ich denke nicht, dass es ein nachteil ist, wenn der Lehrer eine Bewertung über einen abgibt...bei meiner orga musste man das auch, und ich denk mal da die meisten Lehrer zumindest bei mir das Jahr unterstützen kann das eig nur gut für einen sein. Klar sollte die entscheidung, ob man genommen wird, nicht an der bewertung eines unsympathischen Lehrers hängen, aber gerade deswegen steht es einem ja aus ob man vertrauens-, Klassen-, oder Englischlehrer das ding schreiben lässt und irgendwen wird man ja leiden können...?!:)


...austauschschüler sind die besseren menschen;)

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Monday, October 9th 2006, 7:35pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

@Rote Nase, genau dein Beispiel meine ich. Was müssen dieser offensichtlich fairen, aber unbeliebten Lehrerin zwischenzeitlich die Ohren geklungen haben, nachdem deine Jenny ihre unverständliche Ablehnung bekommen hat und sie heimlich oder offen dafür von ihr verantwortlich gemacht wurde. Noch schlimmer vielleicht, wenn sie tatsächlich ein Negativgutachten abgegeben hätte, für beide Beteiligte.

Meiner Meinung nach hat eine Austauschorganisation als Vermittlerin des Auslandsaufenthaltes einfach nicht das Recht, eine solche Information einzufordern und sich in das Verhältnis Schule/Schüler einzumischen, noch dazu ohne Eltern und Schülern über den Inhalt zu informieren. Aber letzten Endes entscheiden wir ja, ob wir ihr das Recht geben, indem wir ihr den Auftrag erteilen oder eben nicht.

Anders sieht es mit dem nach Vertragsabschluss von der ausländischen Schule eingeforderten Gutachten aus. Diese neue Schule hat sehr wohl einen berechtigten Anspruch darauf, zu erfahren, wen sie als neuen Schüler aufnimmt.

LG, Gabi

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Monday, October 9th 2006, 10:00pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Es ist mir in sofern gleichgültig, da ich auf die Meinung dieser Frau absolut keinen Wert lege.
Sie verhält sich uns Schülern gegenüber sehr oft so, das wir wenn wir sie etwas fragen das Gefühl vermittelt bekommen als würde es unmenschlich sein etwas nicht beim ersten Hören zu verstehen.
Wir werden jetzt schon ein ganzes Jahr von ihr unterrichtet und sie beherrscht unsere Namen immer noch nicht.
Hätte ich die Wahl gehabt mich von einem Lehrer beurteilen zu lassen den ich mag, hätte ich nicht dieses dumme Gefühl wen oich darüber nachdenke was sie wohl über mich geschrieben hat.

Lg
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Monday, October 9th 2006, 11:00pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

@Julschn das mit den namen muss nichts damit zu tun haben. wir haben seit 1 1/2 jahren eine lehrerin in ZWEI faechern und sie kann die namen nochnicht...
zwei wochen nachdem ich abgeflogen bin nach england, hat sie den spruch abgelassen "sass neben nina nicht die nora?"
(wa rin der ersten woche noch in der schule)
ich mein...haaaaaaallo??? sie hat mehrmals gefragt wer ins ausland geht....und ich habe normalerweise 7 namen...

und die frau ist nicht sooo unsympatisch...sie ist nur unfaehig und das gespoett der leute, aber theoretisch nett. sie sollte nur kein mathe und physik unterricht...eg sollte sie gar nicht unterrichten


Und es kann dir doch nicht egal sein, wenn es eh kippelig ist bei einer Org. ob sie dich nehmen wollen oder nicht und die dann ausschlagegebend ist. Klar kann man sagen "wenn es eh kipplig ist dann ist es nicht soo gut" aber das weisst du halt nicht wenn sie dir nachher ja oder nein sagen wie knapp es war. da kann halt das urteil der lehrerin sehr ausschlaggebend sein....
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13

Monday, October 9th 2006, 11:07pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Es ist mir auch nicht egal was das Gutachten bei der Orga entscheidet. Ich weiß ja auch dass diese Frau mir alles versauen kann, aber ich kann es jetzt leider nicht mehr ändern.Wenn wirklich das Gutachten entscheidend war dann werde ich sie auch darauf ansprechen.
Es geht ja auch prinzipiell darum wie sie sich kümmert-und zwar gar nicht. Sie gibt sich einfach keine Mühe.
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14

Tuesday, October 10th 2006, 12:09am

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Quoted

Dazu gehört auch, dass vom Klassenlehrer ein persönliches Gutachten über sein Sozialverhalten verlangt wird, das in einem verschlossenen Umschlag vor dem Gespräch dem Veranstalter zugeschickt werden muss. Hier ist für mich die persönliche Schmerzgrenze erreicht.

Der Veranstalter möchte hinter dem Rücken des Schülers wissen, ob er sich ein möglichst pflegeleichtes, sozialverträgliches und unkompliziertes Exemplar an Land gezogen hat. Aus unternehmerischer Sicht verständlich! Jede private Krankenversicherung handelt so, indem sie das gesetzlich garantierte Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient durchbricht und Auskunft verlangt. Aber im Ernst, müssen wir das in diesem Fall hier hinnehmen, wo wir die Dienstleistung eines Veranstalters teuer bezahlen?

genauso rekrutieren zumindest in Nordamerika hauptsächlich ihre Studenten. und so verwerflich finde ich das nicht. immerhin bieten versiegelte Umschläge den Lehrern die Möglichkeit, ehrlich über ihre Schüler zu schreiben, ohne dass dieser (=Schüler) davon erfährt und evtl. seine Wut am nicht-angenommen-werden an diesem einen Lehrer auslässt?
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Tuesday, October 10th 2006, 1:03am

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Ich finde ein Gutachten vom Lehrer so ziemlich ok.
Nun ich komme mit all meinen Lehrern gut zurecht
- da stellt als das auch nicht so ein problem dar.

Aber es stimmt, jeder Schüler kommt mit einigen Lehrer besser klar und mit anderen nicht unbedingt allzu gut oder vllt. soaga gar nicht klar. Und falls dann das Gutachten für den jeweiligen Schüler von einem Lehrer der "zweiten Sorte" geschrieben wurde und auf dei bewerbung dann eine Ablehnung erhält, kann das Verhältnis sich noch weiter verschlechtern. Da man sich als schüler fragt, was dieser Lehrer über einen geschreiben hat.
Es wäre eine Überlegung, die Gutachten für den Schüler offen zulegen (natürlich nur falls es dieser möchte) oder noch besser der lehrer könnte mit dem schüler ein intensives Gespräch darüber führen (was er vorhatte zu schreiben, was der schüler davon hält, was man verbessern könnte etc). Weshalb auch nicht? Außerdem sollte man nach einer Absage, wie bei jeder anderen Bewerbung auch, umbedingt nach den gründen fragen.

Und die meisten Schüler die sich für ein ats interesieren sind an anderen kulturen intressiert, ..... und und und. Viele dieser Dinge, die du als die Eigenschaften des erfolgsgetrimmten ATS-typs bezeichnest, klann ich auch an mir feststellen. Nicht alle im selben Maße, aber sie sind vorhanden und nicht "gesteuert" oder "programmiert". Jedoch kenne ich auch meine Schwächen und würde sie auch bei jeder Bewerbung nennen. Denn so kann man Stärke beweisen indem man zu ihnen steht und man mit diesen umgehen kann. Dann kann man am besten wissen wo man noch an sich arbeiten muss. Außerdem wirkt doch eine Selbstbeschreibung ohne richtige Schwächen recht unglaubwürdig.

In einem Lehrergutachten wird der Schüler und seine eigenschaften aus einer anderen Perspektive dargestellt, was nocheinmal eine weitere sicht gibt. Da man auch nicht unbedingt alle seine schwächen oder stärken selber im gleichen maße schätzt wie die Umwelt. Aber ich erwarte auch von der Organistaion, dass sie weiß dass auch solch ein Gutachten subjektiv ist und das jedem Schüler die Wahl des Lehrers überlassen ist, um den Lehrer wählen zu können der einen am besten kennt.
Man hat ja auch lehrer die einen nicht so gut kennen...

Ob jeder Schüler ein Auslandsschuljahr bewältigen kann?
Im Prinzip denke ich schon. Nur dass es der Wunsch des Schülers ein muss. Nun kann man das Jahr bewältigen doch es ist doch auch keine schöne Erfahrung wenn es Schwierigkeiten und Probleme gibt und es dem Ats zu schwer fällt diese zu Bewältigen. Ich denke mir, dass die Bewältigung der Probleme und schwierigkeiten ein Atj aus machen.
Aber solch ein Jahr sollte doch auch immer noch genügend schöne seiten haben die durch die, ich nenn es mal reife, gewährleistet werden sollte.
Dies ist jedoch nur meine jetzige Meinung. Ich kann hierbei nicht aus Erfahrung sprechen.Über diese Frage könnte man warscheinlich lange diskutieren mit Austauscherfahrenen, Psychiologen, Organisationen, Eltern und mehr - ohne zu einem wirklichem Ergebnis zu kommen.


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medusa

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Tuesday, October 10th 2006, 1:10am

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Quoted

Quoted

Dazu gehört auch, dass vom Klassenlehrer ein persönliches Gutachten über sein Sozialverhalten verlangt wird, das in einem verschlossenen Umschlag vor dem Gespräch dem Veranstalter zugeschickt werden muss. Hier ist für mich die persönliche Schmerzgrenze erreicht.

Der Veranstalter möchte hinter dem Rücken des Schülers wissen, ob er sich ein möglichst pflegeleichtes, sozialverträgliches und unkompliziertes Exemplar an Land gezogen hat. Aus unternehmerischer Sicht verständlich! Jede private Krankenversicherung handelt so, indem sie das gesetzlich garantierte Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient durchbricht und Auskunft verlangt. Aber im Ernst, müssen wir das in diesem Fall hier hinnehmen, wo wir die Dienstleistung eines Veranstalters teuer bezahlen?

genauso rekrutieren zumindest in Nordamerika hauptsächlich ihre Studenten. und so verwerflich finde ich das nicht. immerhin bieten versiegelte Umschläge den Lehrern die Möglichkeit, ehrlich über ihre Schüler zu schreiben, ohne dass dieser (=Schüler) davon erfährt und evtl. seine Wut am nicht-angenommen-werden an diesem einen Lehrer auslässt?


nochmal ich...^^

Sollte ein Lehrer nicht einafch schreiben können was er denkt? In weiterem Berufsleben wird man ja auch ähnliche Zeugnisse bekommen, ohne verschönungen. Damit umzugehen sollte man schon in der Schule lernen und dass der schüler seine Wut dann einafch am Lehrer auslässt sollte es nun wirklich nicht geben. Deswegen würde ich es für gut halten wenn der Lehrer einfachmal mit dem schüler ruhig darüber reden würde.


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Tuesday, October 10th 2006, 10:30am

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Hallo ihr, vielleicht muss ich noch einmal genauer sagen, was ich eigentlich meine und nicht meine

Ich meine nicht, dass es ein Problem sein wird, einen Lehrer zu finden, der ein günstiges Gutachten ausstellt. Dass sich ein Schüler mit keinem Lehrer versteht, ist wohl eher selten. Für das spätere Schulgutachten von Schulleitung und Englischlehrer (z.B.) ist man ja auch auf einen guten Draht zu den betreffenden Leuten angewiesen. Ich wollte eigentlich auch nicht den Inhalt dieser Bewertung und seine mögliche Auswirkung auf die Annahme zum Thema machen, denn ich glaube, dass ein solches Gutachten im Grunde für die Entscheidung der Organisation ziemlich belanglos ist.

Aber ich sehe das Problem eher darin, dass eine kommerzielle Austauschorganisation, die mit der eigentlichen Ausbildung überhaupt nichts zu tun hat, sich das Recht herausnimmt, eine Charakterbewertung einzufordern, noch dazu eine, die der Kunde nicht einsehen soll.

Ein Vergleich mit Aufnahmebedingungen an Universitäten (@ Medusa), Bewerbungen um einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle hinkt, denn hier wird in Form von Gegenleistungen wie Ausbildung oder Vergütung eine lange erfolgsorientierte Partnerschaft angestrebt. Das ist hierbei etwas ganz anderes, denn es handelt sich bei der Orga nur um einen Vermittler, der für relativ klar umrissene Tätigkeiten vom Kunden bezahlt wird.

Wenn ich mich für eine Organisation entscheide, überlege ich mir doch, was tut diese für mich bzw. mein Kind. Glaubt ihr im Ernst, dass es irgendwo in euerm Interesse ist, wenn eure Sozialverträglichkeit abgefragt wird? Gut, als Jugendlicher ist man es gewöhnt, dass Erwachsene es im Allgemeinen gut mit einem meinen, Eltern, Schule usw. Deshalb übertragt ihr diese Erwartung auch auf die Orga, die mit eurer Vermittlung ihr Geld verdient und euch einredet, je genauer sie euch kennt, umso besser für euch. Aber das stimmt nicht. Das sind keine Leute, die primär euer Wohl im Auge haben. Die möchten Schüler haben, mit denen sie während des Auslandsaufenthaltes möglichst wenig Schwierigkeiten haben.

Dazu kommt noch etwas anderes, ein zumindest einmal überdenkenswerter Ansatz. Je höher eine Organisation die Hürde der Aufnahme setzt, umso größer wird der Zulauf sein und umso stolzer sind die Aufgenommenen auf ihre scheinbare Leistung. Überprüft einmal eure eigenen Reaktionen. Das funktioniert wie ein gut kalkulierbares Gesellschaftsspiel. Außerdem kann eine Organisation, die ihrem Bewerber ein Schulgutachten abverlangt, wesentlich sicherer sein, dass der Kandidat, nachdem er diese Hürde genommen hat, auch bei der Stange bleibt. Schließlich weiß sie genau (zumal durch den verschlossenen Umschlag die Kopiermöglichkeit entfällt), dass ein Schüler diese Bitte an seine Lehrer nicht beliebig oft wiederholen kann. Fragt euch also, wem nützt dieses Vorgehen wirklich?

Und um zu verhindern, dass Organisationen Ansprüche an den Bewerber stellen, die nur ihrem eigenen Vorteil nutzen, sollte man sie meiden, damit sich diese Verfahren nicht auf dem Markt durchsetzen und und man weiterhin die Wahl hat.

LG, Gabi

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Tuesday, October 10th 2006, 11:30am

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Ja sicher ist es kalkuliert, nur ist es auch so, dass diese Organisationen im Allgemeinen einen sehr guten Ruf geniessen. Und mal ehrlich, wer möchte schon bei seinem Atj eine bitterböse Enttäuschng hinnehmen müssen. Unsere Eltern bezahlen ja die Orga dafür ein möglichst reibungsloses Austauschjahr zu organisieren.
Und mit der freien Lehrerwahl: An meiner Schule ist es wohl so üblich dass dieses Gutachten vom Klassenlehrer verfasst wird. Aber ich hätte ja wohl im Nachhineine schlecht sagen können:
"Es tut mir leid, aber ich wollte nicht dass sie das Gutachten schreiben. War zwar eine nette Geste dass Sie es gemacht haben aber Herr X soll es lieber für mich schreiben."
Klar is auch, dass man eine Orga auswählt von der man meint dass sie es am besten mit einem meint.

Lg Julia
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19

Tuesday, October 10th 2006, 12:26pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

ein Lehrergutachten ist ja dazu da um noch mehr über den schüler zu erfahren und halt nicht nur aus seiner eigenen sicht. Wenn man jetzt sagen würde ein lehrergutachten ist unnötig, heißt es dann nicht auch, dass die Organisation den schüler nicht allzu genau kennen muss?
Gleichzeitig wird jedoch erwartet, dass sie möglichst schnell eine wirklich gut passende Gastfamilie findet.
Und bei vielen gemeinnützigen Organisationen, die alle Lehrergutachten verlangen, gibt es nur eine bestimmte anzahl von Plätzen für die belibten länder wie Kanda, nz und so. Diese sind dafür aber um einiges günstiger als bei den kommerziellen Anbietern. Und für diese Plätze werden die jenigen ausgewählt die besonders geeignet sind (geeignet.. nun dieses Abstempeln findest du ja gerade nicht so gut) und das finde ich besser als würden diese Plätze einfach ausgelost. Dann käme es einfach nur auf das Glück an und das ist es mir lieber wenn ich meine chancen für diesen Platz durch verhalten, eigenschaften und co erhöhen kann.
ich muss jetzt los, ich schreib nacher aber noch weiter...
mira


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Tuesday, October 10th 2006, 12:49pm

Re: Kritik an Bewerbungsverfahren

Ich sehe das genauso wie Mira. Die meisten Organisationen möchten halt einfach kein Risiko eigehen. Auch aus Rücksicht auf die Teilnehmer.
Wenn die Orga sagt ich wäre nicht geeignet für ein Atj, weil sie im Bewerbungsverfahren genau diesen Eindruck gewonnen haben werde ich das akzeptieren müssen.
Es stimmt wirklich dass speziell Kanada, Australien und Neuseeland bei diesen Orgas günstiger sind.

LG Julia
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