Hallo alle zusammen!
Meine Schwester ist im Moment für 10 Monate mit IE (International Experience) für einen Schüleraustausch in Amerika.
Von Anfang an fand sie zu ihrer Familie nicht den richtigen Draht und hat oft geweint. Trotzdem hat sie durchgehalten und sich immer wieder darum bemüht, sich zu integrieren und das Verhältnis zu verbessern.
Während einem 5 tägigen Besuch bei einer Freundin, die ebenfalls ein Austauschjahr in den USA macht, lernte sie eine Familie kennen, die ihr anbot, sie aufzunehmen. Da meine Schwester gleich sehr gut mit der Familie zurecht kam, wollte sie nun wechseln, um noch die restlichen 2 Monate eine tolle Zeit zu haben. Alles war eigentlich schon geklärt, sie hatte eine neue Familie, mit der neuen Schule war schon alles abgesprochen und sie würde sie auch für die restlichen 2 Monate nochmal aufnehmen. Jetzt fehlte nur noch das okay von der Organisation.
Doch bei dem Gespräch mit dem Organisationsleiter wurde meine Schwester von diesem nur angefahren und ein paar Tage später kam eine E-mail mit der Benachrichtigung, dass meine Schwester nicht wechseln dürfte. Dabei gab er keinerlei Gründe an und stellte meine Schwester als kleines Mädchen da, die nur ihre Grenzen austesten wollte und mit der Organisation und ihrer Hostfamily ein Spiel spielen wollte.
Doch das dreistete kam jedoch erst mit der E-mail, die der Organisationsleiter an die neue Familie schrieb, die meine Schwester gerne aufnehmen wollten. Hier beschrieb er meine Schwester als verzogenes Mädchen, dass keine Regeln aktzeptieren könne und es für die neue Familie eine Strafe wäre, so ein Mädchen aufnehmen zu müssen. Außerdem kritisierte er den Erziehungsstil meiner Mutter und meinte, weil meine Mutter geschieden und berufstätig ist, könne ja nichts anderes dabei raus kommen, als so eine verzogene Tochter. Auch beschreibt er allgemein die Erziehung von deutschen Teenagern als total frei und dass wir hier in Deutschland alles dürften.
Ich finde, dass ist die größte Unverschämtheit, die ich je erlebt habe und absolut dreist.

Er hat meine Mutter und meine Schwester ein einzigstes Mal gesehen und nimmt sich nun das Recht heraus, so über sie urteilen zu dürfen. Das grenzt schon echt an Rufmord. Und meine Schwester bei der neuen Familie so schlecht zu machen und es darzustellen, als wenn es für die Familie eine Strafe wäre, meine Schwester aufnehmen zu müssen.
Also ich kann nur jedem abraten, mit dieser Organisation zu fahren. So lange ihr lieb und nett nach ihrer pfeife tanzt, mag das ja alles ganz schön und gut zu sein, aber sobald ihr wie durch einen Wechselwunsch Unanehmlichkeiten für die Organisation bedeutet, werden sie euch als verzogene Gören darstellen und zu faul sein, um noch die organisatorischen Maßnahmen auf sich zu nehmen, die ein Wechsel mit sich bringen.
So, dass wollte ich nur mal los werden.
Grüße!