Hallo da draußen!
Meine momentane Situation ist schwierig. Ich versche mal von anfang an zu erzählen und entschuldige mich im vorhinein dass das ganze wahrscheinlich ziemlich lang wird
Während der ersten zwei Monate hier bin ich durch ziemlich viel Sch**** gegangen. Ich hatte Heimweh, und zwar so heftig dass ich jeden Tag selbst in der Schule geheult habe, während des Unterrichts, der Lunch Break und sogar in Freistunden. Außerdem bin ich mit dem Amerikanischen Schulsystem gar nicht klar gekommen (ich bin Perfektionistin, und habe was die Schule angeht ziemlich hohe Erwartungen an mich selbst, was keine gute Ausgangsposition ist wenn man nur IB Kurse hat

, weiß ich jetzt auch). To make a long story short: Ich habe nur geheult. Jeden Tag, circa eine Stunde, bin aber immer wieder aufgestanden und habe weitergemacht. Meine erste Gastfamilie war eine alleinstehende Frau, die dann auch noch komplett abseits gewohnt hat, dass heißt mit "Freunden" was zu unternehmen war unmöglich. Ihre reaktion wenn ich geweint habe war, dass sie in ihr Büro gegangen ist und die Tür zugemacht hat.
Naja, auf jeden fall habe ich nach ca. 2 Monaten gewechselt. Zu wiederum einer alleinstehenden Frau, Lehrerin bei mir an der Schule, die am Anfang auch total verständnisvoll und mitfühlend war. Nach einiger Zeit hat sich dann herausgestellt, dass sie zwei gesichter hat. Das zweite schreit mich regelmäßig an, duldet keinen Widerspruch und hat mir dann vorgestern gesagt, ich sei respektlos. Meine Lokale Koordinatorin glaubt meiner Gastmutter und nicht mir, was bedeutet ich darf zwar die Familie wechseln, aber nur weil meine Gastmutter mich nicht mehr haben will. Das heißt Familie Nummer 3 steht an. Da ich meine Koordinatorin habe, ist meine Hoffnung stark begrenzt!
In der Schule gehts mir mittlerweile besser, ich bin auf dem normalen Senior-Stress Level, was aber immer noch extrem anstrengend ist! Trotzdem heule ich immer noch jeden Tag, weil mich jeden Tag entweder meine Hostmum oder meine Koordinatorin beschimpfen. Ich bins einfach satt, ganz ehrlich! Ich weiß das ein tief nach ca. 3 Monaten/vor Weihnachten normal ist, aber mir gehts seit 3 Monaten beschissen (tschuldigung, aber das triffts am besten). Was mich extrem belastet, ist das ich mich nirgendwo wilkommen fühle, ich habe kein zu Hause, und niemanden mit dem ich reden kann (doch, ich habe Freunde, aber wirklich verstehen tun die mich nicht). Ich muss dazu sagen, dass ich meinen Eltern zu Hause alles es erzählen kann, und eigentlich auch immer ernst genommen werde. Diese Unterwürfigkeit, die von mir hier gegenüber meinen Gasteltern erwartet wird, bringt mich um!
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Soll ich nach 5 Monaten nach hause gehen?
Ja, ich würde Prom und Graduation verpassen-aber ist es das wert? Ich mein, ich heule immer noch jeden tag. Andererseits bin ich durch so viel sch*** gewatet, dass eigentlich zu schade wäre jetzt aufzugeben. Ist es aufgeben??
Ach ja, bitte keine liebgemeinten Kommentare von denen, die ihr ATS noch vor sich haben, aber schon für 2 wochen in frankreich waren und deswegen die Welt erklären können. Erlebt es erst selbst, bitte. Ich habs auch immer gemacht mit dem Kommentar "ich weiß ja was auf mich zu kommt", aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!
Liebe Grüße und entschuldigt meinen Monster Beitrag,
Maxi (weiblich, by the way) <3