Privatschulen und Internate im Ausland

Schüleraustausch – Private High School – Boarding School

Die große Mehrheit deutscher Austauschschüler lebt bei einer Gastfamilie und besucht die weiterführende öffentliche Schule vor Ort. Alternativ besteht jedoch die Möglichkeit, sich als zukünftiger Gastschüler ganz bewusst für einen Aufenthalt an einer Privatschule zu entscheiden. Privatschulen sind Bildungseinrichtungen in nichtstaatlicher, freier Trägerschaft. So haben beispielsweise viele private Schulen eine Religionsgemeinschaft bzw. Kirche als Träger, was übrigens nicht ausschließt, dass auch andersgläubige Jugendliche diese Schule besuchen. Natürlich gibt es nicht nur konfessionelle Privatschulen. Private Schulen können verschiedenste Philosophien, Erziehungsrichtungen und Lernansätze verfolgen, wie die Montessori- oder Waldorfschulen, um zwei vor allem in Deutschland verbreitete Beispiele zu nennen.

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Kosten Privatschulbesuch im Ausland

Da private Schulen gar nicht oder nur bedingt aus staatlichen Geldern finanziert werden, fallen zum Teil nicht unerhebliche Schulgebühren an. Diese können für internationale Schüler noch einmal höher sein als für die einheimischen Schüler. Ein Richtwert lässt sich kaum benennen, da die Schulgebühren je nach Träger, Gastland, Renommee oder Lage der Schule stark variieren. Nach oben ist die Gebührenskala offen und so kostet ein Schuljahr an einem privaten Internat 25.000 bis 60.000 Euro.


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Gastfamilie oder Internat?

Privatschulen werden häufig in einem Atemzug mit Internaten genannt. Private Schulen haben aber nicht notwendigerweise einen Internatsbetrieb. Es gibt durchaus viele private Tagesschulen. In diesem Fall leben die Gastschüler bei einer Gastfamilie. Möchtest du gern auf ein Internat gehen und zusammen mit anderen Jugendlichen auf dem Schulgelände wohnen, bedeutet das in der Regel, dass du dich damit automatisch für den Besuch einer Privatschule entscheidest. So handelt es sich bei den in englisch-sprachigen Gastländern als Boarding Schools bezeichneten Internaten fast immer um Privatschulen. Nur sehr wenige öffentliche Schulen im Ausland haben überhaupt ein Internat bzw. Wohnheim.

Um die Sache noch komplizierter zu machen: Private Schulen, die sowohl Internatsplätze anbieten als auch Tagesschüler zulassen, setzen von internationalen Schülern meist voraus, dass sie die Unterkunftsform Internat wählen. Dies hat den einfachen Grund, dass die Schulen ihre Internatsplätze allein schon unter dem finanziellen Gesichtspunkt betrachtet „füllen“ müssen und ihre reinen Tagesplätze gern an einheimische Jugendliche aus dem Einzugsgebiet der Schule vergeben. Gerade in englischsprachigen Gastländern wie den USA nehmen Internate internationale Schüler häufig erst ab der Dauer von mindestens einem Schuljahr auf. Da die Nachfrage nach Ganzjahresplätzen groß genug ist, besteht keine Notwendigkeit, Halbjahresschülern einen Platz anzubieten.

Schule im Ausland selbst wählen

Privatschulprogramme sind – zumindest in allen englischsprachigen Gastländern – immer Schulwahlprogramme: Du entscheidest aufgrund des Schulprofils, welche Privatschule dir zusagt. Es bleibt natürlich der Schule überlassen, zu entscheiden, ob sie dich aufnimmt. So musst du zum Beispiel bestimmte Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, wie ausreichende Sprachkenntnisse oder einen bestimmten Notendurchschnitt.


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Thomas Terbeck:

Handbuch Fernweh – Der Ratgeber zum Schüleraustausch

Mit übersichtlichen Preis-Leistungs-Tabellen von High-School-Programmen
für 20 Gastländer.

19. Auflage, weltweiser Verlag 2019
488 Seiten, 18.50 Euro
ISBN 978-3-935897-40-2

BESTELLANFRAGE

Weiterführende Informationen zum Thema Privatschulaufenthalte im Ausland bietet auch die Seite www.privatschulen-weltweit.de.

Austauschorganisationen Privatschulen

Austauschorganisationen und spezielle Agenturen unterstützen Jugendliche und ihre Familien gezielt bei der Realisierung eines Privatschulaufenthaltes im Ausland. Die Mitarbeiter von Austauschorganisationen beraten Schüler und Eltern zu den verschiedenen Möglichkeiten, zu einzelnen Gastländern, zu den Voraussetzungen und den Kosten. Sie helfen bei der Auswahl des passenden Programms und begleiten den Prozess von der Planung über die Durchführung bis zur Rückkehr aus dem Ausland.

So werden die Jugendlichen im Vorfeld auf ihren Aufenthalt vorbereitet und erhalten Hilfestellung z.B. bei der Beantragung des Visums. Gastfamilie und ein Schulplatz werden ausgewählt und vermittelt. Während des Aufenthalts übernimmt die Partnerorganisation oder Schule im Gastland die Betreuung des Jugendlichen, während die Austauschorganisation weiterhin als Ansprechpartner für die Eltern dient. Nach der Rückkehr halten viele Organisationen Kontakt zu ihren Ehemaligen, indem sie z.B. Nachbereitungsseminare anbieten.

Folgende Agenturen bieten im aktuellen Handbuch Fernweh Privatschul- und Internataufenthalte im Ausland an und stellen diese detailliert im aktuellen Handbuch Fernweh vor:


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